Facebook-Beitrag TIR vom 02.12.2025:
Nach dem schweren Tierschutzfall in Ramiswil (SO), bei dem über 40 Pferde und zwei Ziegen beschlagnahmt und 120 Hunde vor Ort getötet wurden, stellen sich viele Fragen u.a. zum Vorgehen der Behörden. Der Fall zeigt erneut ein strukturelles Problem: In der Schweiz bestehen gravierende Mängel und ein massives Transparenzdefizit im Tierschutzvollzug.
Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR), FOUR PAWS und der Schweizer Tierschutz STS haben deshalb einen offenen Brief an Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider verfasst – unterstützt von 77 weiteren Tierschutzorganisationen.
Wir fordern:
- mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit im verwaltungsrechtlichen Tierschutzvollzug;
- verpflichtende, öffentlich zugängliche kantonale Berichte;
- eine Überprüfung der strikten Geheimhaltungspraxis im Verwaltungsvollzug;
- klare Rückmeldungen an Personen und Institutionen, die Hinweise einreichen;
- ein engerer Austausch zwischen Vollzugsstellen und professionellen Tierschutzorganisationen;
- den Ausbau bestehender Meldestellen wie jener des STS und deren bessere Vernetzung mit kantonalen Strukturen.
Der Fall Ramiswil hat deutlich gemacht, wie dringend ein funktionierendes, verlässliches und transparentes System zum Schutz der Tiere auf Bundes- und Kantonsebene benötigt wird. TIR, VIER PFOTEN Schweiz, der STS und die unterstützenden Organisationen fordern Bundesrätin Baume-Schneider und das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) daher mit Nachdruck auf, die notwendigen Schritte einzuleiten und für einen konsequenten, wirksamen Vollzug des Tierschutzgesetzes zu sorgen.
Offener Brief an Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider: Offener-Brief-Bundesraetin-Baume-Schneider-Tierschutzvollzug-Fall-Ramiswil.pdf


